Jun 15 2011
Bildgebende Verfahren in der Diagnostik
Der technische Fortschritt in der Diagnostik wird von manchen mehr als Fluch denn als Segen betrachtet. Immerhin sorgt die Früherkennung zwar dafür, dass Krankheiten früher erkannt werden, verlängert dafür den Leidensweg, der zum Beispiel mit Krebstherapien verbunden ist. Die Chancen auf Heilung hingegen sollen sich in den Augen der Ethiker nur relativ wenig verbessert haben, wodurch der Nutzen von dem zusätzlichen Leid abgeschwächt wird.
Auch wenn sich über diesen Punkt wohl ewig streiten lässt: Röntgen, Kernspin- und Computertomographien sowie Ultraschall haben sich so weit verbessert, dass sie sehr klare Bilder aus dem Körperinneren liefern und sogar 3D-Animationen ermöglichen. Spiegelungen und Operationen lassen sich dadurch vermeiden, solche Eingriffe in den Körper werden dank bildgebender Verfahren nur noch dann fällig, wenn es wirklich notwendig ist.
Bildgebende Verfahren helfen bei der schnellen Diagnose, sodass Ärzte die richtige Behandlung mit weniger Verzögerung einleiten können. Bei einem Schlaganfall zum Beispiel kann jede Minute wichtig sein.
Die digitale Verarbeitung der Daten von Röntgen und Computertomographie lassen sich auch schnell und einfach an andere Ärzte übermitteln. Wurden die sperrigen Aufnahmen früher dem Patienten mitgegeben oder per Post an einen anderen Arzt verschickt, reicht heute eine handliche CD, die das notwendige Abspielprogramm gleich mitliefert. In eiligen Fällen können Daten sogar über das Internet verschickt werden.
Forscher entwickeln nicht nur genauere Maschinen, sondern suchen auch nach schonenderen Wegen. Röntgenstrahlung kann heute so dosiert werden, dass es ein optimales Bild ergibt, ohne den Körper übermäßig zu belasten. Eine Computertomographie läuft schneller ab und es werden weniger Kontrastmittel erforderlich. Für die Patienten bedeutet dies einen großen Vorteil. Und die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie genannt) arbeitet sogar ganz ohne schädliche Röntgenstrahlung.